Zum ersten Mal neue Hörgeräte: Jetzt ist Geduld gefragt

Wer an einer Schwerhörigkeit leidet, sollte sich eine Verordnung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt geben lassen und anschließend den professionellen Rat eines Hörakustikers suchen. Aber wenn die Hörgeräte richtig ausgewählt, angepasst und programmiert worden sind, fängt für viele Betroffene das Problem erst an. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das neue Hören sofort angenehm ist und perfekt verläuft. Schwerhörige Menschen brauchen Geduld, Rückhalt in ihrer Familie und gegebenenfalls ein Hörtraining.

Motivieren Sie Ihre Angehörigen, sich eine Hörhilfe anpassen zu lassen

Kündigt sich eine Schwerhörigkeit schleichend an, drehen die Betroffenen oft die Musik so laut auf, dass es andere stört. Aus hörakustischer Sicht helfen dann Hörgeräte oder Implantate, den Hörverlust gut auszugleichen. Viele dieser Geräte lassen sich mit dem Fernseher, dem Smartphone etc. verbinden. Für die Angehörigen gilt: Lassen Sie Ihren Mitmenschen wissen, was Ihnen auffällt. Darüber zu reden ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Meist machen die Schwerhörigen eine Entwicklung durch, bis sie sich für eine Hörhilfe entscheiden. Daher ist es wichtig, den Stein kommunikativ ins Rollen zu bringen. Geben Sie einem Schwerhörigen gute Gründe, wieder besser hören zu wollen. Schaffen Sie Anreize. Erinnern Sie sie oder ihn an schöne Konzertabende, entspanntes Plaudern oder problemlose Gespräche.

Bauen Sie Ängste und Hemmschwellen ab

Wenn ein schwerhöriger Mensch eine skeptische Einstellung gegenüber Hörgeräten hat, oder sich vielleicht Ängste aufstauen, versuchen Sie, diese abzubauen. Begleiten Sie die Person in die HNO-Praxis und zum Hörakustiker. Lassen Sie sich gemeinsam beraten und zeigen Sie Interesse. Schaffen Sie Vertrauen in den Fortschritt der Technik und in die Kompetenz der Hörakustiker.

Die aktuellen Hörgeräte sind mittlerweise extrem klein und unauffällig. Außerdem nimmt die gesellschaftliche Akzeptanz für Hörgeräte immer weiter zu – es gibt also keinen Grund, sich zu schämen. Verschaffen Sie sich gemeinsam Testgeräte, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, was Hörgeräte leisten und wie sich ihr Tragen anfühlt.

Wichtig: Nur noch rund 5 Prozent aller verkauften Hörgeräte werden dann doch nicht getragen – früher war die Zahl viel höher.

Leider gibt es Gründe, warum Schwerhörige Ihre Hörgeräte nicht tragen

Die aktuellen Hörgeräte funktionieren wesentlich besser als ältere Modelle. Dennoch ist Geduld gefragt. Geben Sie sich Zeit, sich auf das neue Hören einzustellen. Denn bevor man sich Hörgeräte anpassen lässt, sollte man wissen: Etwas zu hören heißt nicht zwangsläufig, es auch zu verstehen. Die moderne Hörakustik macht meist die wichtigsten akustischen Reize wieder wahrnehmbar – aber das ist erst der erste Schritt.

Meist hat die / der Betroffene über eine längere Zeit schlecht gehört, ohne dass dies therapiert worden wäre. Dann bildet sich die Fähigkeit, Töne zu identifizieren und zu unterscheiden, zurück. Mit Hörgeräten hört der Schwerhörige zwar den Ton wieder, kann ihn aber nicht kognitiv einordnen. In solchen Fällen empfehlen die Hörakustiker meist ein intensives Hörtraining, um die verlorenen Kompetenzen wieder neu zu entwickeln. Hören will gelernt sein!

So läuft ein Hörtraining ab

Ein Hörtraining wird von einem Hörakustiker oder Audiotherapeuten durchgeführt. Der schwerhörige Mensch trainiert hier die Fähigkeit, Töne, die im Alltag vorkommen, zu erkennen und einzuordnen. Beispiele sind das Rascheln von Laub oder der Gesang der Vögel. Auch der räumliche Aspekt des Hörens wird trainiert, damit der Betroffene erkennt, wo ein Schall herkommt. Sukzessive baut man so Raumklang auf und entwickelt eine Wahrnehmung von allen Geräuschen in der Umgebung. Das Hörtraining kann drei Wochen dauern, aber auch bis zu einem Jahr. Scheuen Sie den Aufwand nicht – es lohnt sich!

Tipp: Wenn Sie das Gefühl haben, mit einem Hörgerät alt zu wirken, machen Sie sich klar, wie viele auch junge Leute mit einem Headset oder Kopfhörern herumlaufen. Vernetzung und Technik sind absolut in – da ist es keine Schande, etwas am Ohr zu tragen.

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