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Das Kurzzeitgedächtnis leidet unter einer Schwerhörigkeit

Seit einiger Zeit untersuchen verschiedene wissenschaftliche Studien den ursächlichen Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und Demenz. Kann schlechtes Hören wirklich eine Demenz begünstigen? Beide Erkrankungen hängen mit einer Schwäche des Kurzzeitgedächtnisses zusammen.

Wie hängen Hörverlust und Demenz zusammen?

Die Altersschwerhörigkeit geht nicht allein auf zu laute Geräusche bzw. Lärmbelastung in der Vergangenheit zurück, die das Gehör beschädigt haben. Statt dessen weisen alle Menschen im Laufe ihres Lebens eine Hörminderung auf. Sie ist nur bei manchen stärker, bei manchen weniger stark ausgeprägt. Dabei gehen die Forscher auch von einer zentralen Ursache aus, die also im Gehirn liegt. Dann liegt eine Störung im Gehirn vor, wenn es um das Verarbeiten von gehörten Impulsen geht. Auch die Demenz ist eine Störung der Verarbeitung von Impulsen im Gehirn – dies legt einen Zusammenhang nahe. Nicht selten gehen Fachleute davon aus, dass Schwerhörigkeit eine Ursache für Altersdemenz sein kann.

Viele ältere Menschen haben eine Hörminderung

Rund ein Drittel aller Seniorinnen und Senioren, die älter sind als 65 Jahre, entwickeln eine Altersschwerhörigkeit. Wenn ein Hörverlust nicht zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt führt und keine Anpassung von Hörgeräten beim Hörakustiker erfolgt, wird das Hörverstehen immer problematischer. Es wird das langfristig schlicht verlernt. Solange die altersbedingte Schwerhörigkeit noch im frühen Stadium ist, leisten das Kurzzeitgedächtnis und die Kenntnisse bestimmter Fakten noch gute Dienste. Sie erreichen dann einen Ausgleich im Gehirn. Der Betroffene schließt aufgrund seines Wissens oder aufgrund des vorher Gesagten auf das, was sein Gegenüber jetzt gesagt haben könnte, oder wie er jetzt reagieren muss. Die Fakten sind im sogenannten semantischen Gedächtnis gespeichert. Wenn aber das Kurzzeitgedächtnis und das semantische Gedächtnis keine neuen Informationen mehr bekommen, weil einfach viel weniger akustische Reize eintreffen, können sie regelrecht verkümmern. Das Identifizieren und Verarbeiten von Wörtern und Tönen gelingt dann immer schlechter.

Woran liegt die Verkümmerung des Gedächtnisses bei Schwerhörigkeit?

Es gibt Gehirnareale, die speziell für das Hören und die kognitive Verarbeitung des Gehörten zuständig sind. Werden diese nicht oder weniger genutzt, werden sie abgebaut. Man muss sich diesen Umstand wir das Trainieren eines Muskels vorstellen: Bewegt der Sportler seinen Muskel nicht mehr, wird dieser kleiner und schwächer. Genauso ist es mit dem Gehirn, wenn es nicht mehr trainiert wird. Diese Entwicklung ist schleichend und zieht sich – anfänglich unbemerkt – über eine lange Zeit. Sie ist nicht nur eine Erklärung für die wiederholten Nachfragen bei Schwerhörigkeit, sondern auch für das verlangsamte Reagieren auf Schall und gesprochene Wörter.

Welche Beschwerden treten dabei auf?

Wenn Menschen an Demenz erkranken, ist ebenfalls das Kurzzeitgedächtnis gestört. Auch die Demenz verschlechtert die Kommunikation mit Wörtern und die Fähigkeiten des Gehirns, Töne einzuordnen. Man bemerkt dies besonders dann, wenn beispielsweise ein Klingeln an der Tür nicht mehr als solches erkannt oder richtig gedeutet wird. Die korrekte Reaktion – das Öffnen der Tür – bleibt dann aus. Dies kann gefährlich werden, etwa wenn das Geräusch eines heranrasenden Autos nicht richtig gedeutet wird. Eigentlich sollte sich der Betroffene zur Seite stellen, dies unterbleibt dann aber.

Wichtig: Hörsysteme können vor Demenz schützen

Die wichtigste Erkenntnis der Forscher besteht darin, dass man bei einer Altersschwerhörigkeit unbedingt geeignete Hörgeräte tragen sollte. Diese können die Wahrscheinlichkeit einer Demenz, die mit der Schwerhörigkeit zusammenhängt, signifikant senken. Hörgeräte haben einen vorteilhaften Einfluss auf die kognitive Leistung des Gehirns. Wenn sich die akustische Wahrnehmung verbessert und mehr gehörte Impulse auf das Gehirn treffen, ist dies besonders für das Kurzzeitgedächtnis gut. Dieses ist von großer Bedeutung für die Erkennung von mündlicher Sprache. Wer seinem Gehirn etwas Gutes tun und eine Altersdemenz unwahrscheinlicher machen will, lässt also regelmäßig sein Gehör überprüfen und sorgt im Fall des Falles für geeignete Hörsysteme.

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