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Erbliche Veranlagung für Tinnitus erwiesen

Erbliche Veranlagung für Tinnitus erwiesen

Eine neue Studie an Zwillingspaaren zeigt, dass der beidseitige Tinnitus mit den Genen zusammenhängt.
Schon seit Langem wird diskutiert, ob der Tinnitus, also das lästige Ohrgeräusch, mit genetischen Faktoren zusammenhängen könnte.

Der Tinnitus kann entweder einseitig (unilateral) oder beidseitig (bilateral) auftreten. Sind beide Formen gleichermaßen erblich bedingt? Eine neue Studie geht dieser Frage nach. Dabei haben spanische, dänische, schwedische, norwegische und deutsche Forscher zusammengearbeitet. Die Leiterin des Projekts ist Iris Maas von der Charité-Universitätsmedizin (in Berlin).

Erste Hinweise auf erbliche Faktoren beim Tinnitus

Schon vor der Studie war bekannt, dass Geschwister von Menschen mit Tinnitus eine um 70 Prozent erhöhte Gefahr besitzen, selbst einen Tinnitus zu bekommen, im Vergleich zu Menschen ohne Geschwister mit Ohrgeräuschen. Man wusste aber nicht, ob dies genetische Gründe hat. Vermutungen gingen auch dahin, dass möglicherweise Angehörige von Tinnitus-Betroffenen aufmerksamer mit der Krankheit umgehen und daher eher ein Vorkommen feststellen.

Studiendesign und Ergebnisse

Die Forscher entschieden sich für die Forschung mit Probanden, die entweder eineiige (monozygote) oder zweieiige (dizygote) Zwillinge sind. Es nahmen über 10.00 Probanden teil. Zunächst wurde untersucht, wie viele der Zwillinge insgesamt einen Tinnitus hatten. Die Zahl lag bei 14,9 Prozent – das entspricht dem Wert der allgemeinen Bevölkerung. Die Wahrscheinlichkeit eines Zwillings, einen Tinnitus zu entwickeln, wenn der andere Zwilling einen hat, stellt sich wie folgt dar: Bei eineiigen Zwillingen lag in diesem Fall die Wahrscheinlichkeit bei 32 Prozent, bei zweieiigen Zwillingen 20 Prozent. Dabei muss man wissen, dass zweieiige Zwillinge eine geringere genetische Ähnlichkeit haben als eineiige. Die Messergebnisse sind aber besonders beim beidseitigen Tinnitus relevant (49 Prozent bei eineiigen, 30 Prozent bei zweieiigen Zwillingen). Bei einem nur einseitigen Tinnitus ist das Ergebnis nicht so frappierend (25 Prozent und 19 Prozent).

Einschätzung der Erblichkeit des beidseitigen Tinnitus

Der zweite Schritt der Auswertung bestand darin, die Merkmalsunterschiede zwischen monozygoten und dizygoten Zwillingen einzuschätzen, um daraus den Grad der Erblichkeit des Tinnitus herzuleiten. Dieses Maß errechnet sich, indem man die genetische Varianz durch die phänotypische (also äußerliche, körperliche) Varianz teilt. Dieser Quotient beträgt 0, wenn die Gene keinerlei Einfluss haben und 1, wenn sie alleine verantwortlich sind. Die Erblichkeit von Tinnitus liegt bei 0,43. Dieser Wert entspricht in etwa anderen komplexen Krankheiten, bei denen das Zentralnervensystem betroffen ist. Beispiele sind:

  • Parkinson
  • Alzheimer
  • Depressionen

Wie oben bereits erwähnt, tritt dieser Zusammenhang beim bilateralen Tinnitus (0,56) wesentlich stärker zutage als beim unilateralen (0,27). Besonders hoch scheint die Erblichkeit bei Männern zu sein (0,68) und bei Frauen, die jünger sind als 40 Jahre (0,62). Abschließend wurde resümiert, dass eine genetische Veranlagung des Tinnitus durchaus eine Rolle spielt, aber ob sich diese dann tatsächlich zu einem Tinnitus entwickelt, wird auch von nicht-genetischen Aspekten mit beeinflusst.

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